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Stains in the Sun/28.09.2013 SZB

Donnerstag, Oktober 3rd, 2013


Letztes Wochenende trafen sich auf der Naturbühne in Schwarzenberg rund 400 Menschen. Grund war, dass, von dem politischen Bildungsverein „Agenda Alternativ e.V.“ organisierte Festival „Stains in the Suns“. Doch wer jetzt denkt es handle sich dort bloß um simple Bespaßung liegt falsch.
So wurden ab 12 Uhr mehrere Workshops angeboten, unter anderem „Struktureller Rassismus und Asyl“ (NDC Sachsen), welcher die Situation von Asylsuchenden näher brachte und aufzeigte, wo der Staat zum Teil deutlich rassistisch agiert. Andere Workshops waren “Einen von uns wählen” – Strategien der Rechten in Wahlkämpfen (Dr. Ruth Geier, TU Chemnitz) und im zweiten Workshopblock konnten „Homophobie und Männlichkeitsvorstellungen im Fußball“ (Fußballfans gegen Homophobie) und „Privilegientest, Alle anders – alle gleich“ (Agenda Alternativ e.V.) besucht werden. Dabei kann mit 80 Besucher hier durchaus von einem Erfolg sprechen.
Danach war auch schon der Kuchenstand aufgebaut und am Nachbarstand bot sich die Möglichkeit, mitgebrachte Kleidungsstücke mittels Siebdruck zu verschönern; doch war dies längst nicht alles. An einem anderen Stand konnten Lose erworben werden. Die Gewinne bestanden aus diversen Band-Merchandise und die Erlöse kamen dem Künstler
Gunter Demnig(„Stolpersteine“) zugute. Zudem wurden noch viele Bücher, Infobroschüren, Klamotten, Aufkleber und vieles mehr von einem Infoladen verkauft. Aber auch wir, die Linksjugend [’solid], waren mit einem Stand vertreten und boten neben verschiedenen Material auch „Buttons-zum-selbermachen“ an.
Und musikalisch wurde auch einiges geboten. Es spielten insgesamt 7 Bands aus den verschiedensten Genres. Da war zum Beispiel die Raschauer Skaband „Starkbier“. Welche den musikalischen Teil des Festivals eröffnete. Außerdem mit dabei waren Junost, Vengeance Today, Antilopengang, Sending Lights, Fahnenflucht sowie Acid.Milch&Honig, welche genau in dieser Reihenfolge spielten. Doch auch die Hungrigen und Durstigen kamen voll auf ihre Kosten. Neben oben erwähnten Kuchen sowie Bier gab es leckeres Chili, Hamburger und sogar Döner zu kaufen, alles natürlich vegan. Und so verging ein angenehmer aber (leider) kalter Abend in Schwarzenberg mit reichlich guter Musik, vielen interessanten Gesprächen (und interessanten menschen) sowie dem ein oder anderem Bier. Wir freuen uns jetzt schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. 🙂
(KK)

P.S. Bilder findet ihr hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.524845327597625.1073741828.278821058866721&type=1

Linksjugend [’solid] Erzgebirge rockte in Schwarzenberg

Mittwoch, August 21st, 2013

Das war es also, unser Soli-Konzi in der Unanbeatbar in Schwarzenberg. Die Musik war laut und gut, die Stimmung ausgelassen und das Bier lecker. Doch fangen wir von vorne an.
Wir fanden uns alle nach dem Mittag in der Unanbeatbar ein, es gab ja noch vieles vorzubereiten, sei es den Ablauf für den Tag zu erläutern oder eben dass Essen zu Kochen.
So verging dann auch schnell die Zeit und keiner merkte so richtig dass irgendwann die ersten Gäste auftauchten. Da gab es aber noch ein kleines Problem; die Bands waren noch nicht da. So saßen wir dann wie auf heißen Kohlen aber zu guter Letzt kamen dann die Bands doch noch. Diese wurden dann durch die Kochcrew mit unserem leckeren veganen Chilli verköstigt und es wurde über den Ablauf des Abends gesprochen. Den Anfang machte Irrlicht, der Liedermacher aus dem „Haus“, welcher durch seine kratzige Stimme und seine heiteren aber auch kritischen Texte die ersten Menschen in den Konzertraum lockte. Danach stiegen Notstufe auf die Bühne um das Publikum mit schnellen, rotzigen Hardcorepunk zu begeistern, was ihnen auch gelang. Die gute Laune war kaum noch zu übertreffen aber Cold Steel History aus dem Vogtland setzten mit ihrem Hardcore noch einen drauf und nach über 1 ½ Stunden Spielzeit blieb dann doch niemand mehr trocken. Es wurde getanzt und mitgesungen. Im Anschluss wurden dann noch die ein oder anderen Biere bzw. Likörchen getrunken, es wurde sich gut unterhalten und die Party nahm erst gegen 5 Uhr ein Ende.
Alles in allem sind wir recht zufrieden mit der Party gewesen, auch wenn sich einige am nächsten Morgen über diverse „Kater-Erscheinungen“ beschwerten.
Und am 30. August steht ja auch schon die nächste Party vor der Tür. Die Linksjugend [’solid] Sachsen kommt nach Schwarzenberg. Dort erwartet euch nochmal Live-Musik, interessante Workshops, nette Menschen sowie ein DJ der 90erJahre-Trash-Musik auflegt. Also bis dann. 🙂
An letzter Stelle danken wir natürlich allen Menschen, die diesen Abend erst möglich gemacht haben, sei es durch den Verleih von Technik oder dass umherfahren selbiger und und und…

Soli-Konzi der Linksjugend [’solid] Erzgebirge

Mittwoch, Juli 17th, 2013

Wir wollen am Samstag den 17. August 2013 um 21:00 Uhr ein kleines aber feines Solikonzi in der Unanbeatbar (Am Wasserwerk 7, 08340 Schwarzenberg) auf die Beine stellen.
Das Geld soll zur Hälfte dem Haus zugute kommen (Reparaturarbeiten, Baumaterialien, Werkzeug etc….), die andere Hälfte wird zur Kostendeckung verwendet.

Geplant sind als Acts
Christoph aus dem Haus / Liedermacher
Asselterror / Punk aus Lunzenau
ColdSteelHistory / HC aus dem Vogtland
Undenkbar / Skapunk aus Chemnitz

der Eintrittspreis beträgt 5 €

Nähere Informationen gibt es in den nächsten Tagen hier: https://www.facebook.com/events/223206247828678/

Wie wir mit nichts begannen und mit allem scheiterten – Das Pfingstcamp unseres Landesverbandes – Der Zeitzeugenbericht

Sonntag, Mai 26th, 2013

Wir schreiben das Jahr 2013 n. Chr., es ist Pfingsten und ganz „Deutschland“ vermisst seine Linksjugend. Wo ist sie nur geblieben?

Natürlich auf dem Pfingstcamp. Auch dieses Jahr passte der Slogan: „Mit nichts beginnen, mit allem scheitern“ wie die Faust aufs Naziauge. Der Veranstaltungsort war dieses Jahr, wie auch die letzten drei Jahre, der tschechische Kurort Doksy, welcher genau im Dreieck Ústi nad Labem, Liberec und Prag liegt.

Nach unsrer Ankunft am 17.05.2013 trafen wir uns mit den anderen unserer Gruppe und bezogen unseren formschönen Bungalow (behängt mit Fahnen und bemalten Gardinen). Er stach aus allen anderen hervor, wegen der recht bunten Wimpel und der dauerhaften Bierflaschenansammlung vor der Tür. Damit drückten wir uns mal wieder den Verrücktenstempel auf. Dieser bewahrheitete sich natürlich auch ein paar Stunden später aufs neue, als 2 unserer Mitglieder versuchten den See zu finden, obwohl sie das Gelände überhaupt nicht kannten. In „freudiger“ Erwartung Wasserleichen zu sehen, machte sich der Rest auf den Weg sie zu suchen. Sie saßen aber leider nur ziemlich breit und betrunken unter einem Baum. Da man aber schon mal unterwegs war, machten sich alle auf den Weg zum See. Nach einem recht langen Marsch fiel uns auf das gerade eben eine Punk-Band spielte und uns wurde klar wie völlig sinnlos diese Aktion war. Um dieser Sinnlosigkeit noch mehr Ausdruck zu verleihen, setzten wir uns auf die Straße, rauchten und versuchten in diesem Zustand ein Plenum abzuhalten, was uns natürlich nicht gelang. Nachdem wir irgendwie wieder nach Hause gefunden hatten, die Ameisen aus dem Bett klaubten und noch etwas tranken, schliefen wir unzufrieden und mit Muskelkater ein.

Am nächsten Morgen besuchte uns zunächst der Guten-Morgen-Jhonny. Dann konnte es losgehen. Wir gingen erst einmal frühstücken. Das Frühstück bestand aus den erlesensten Speisen die das Camp zu bieten hatte (Wer Ironie findet, darf sie behalten). Da wir am Vortag nicht mehr in der Lage waren einen Supermarkt aufzusuchen, begaben wir uns nun auf den recht weiten Weg dorthin und deckten uns mit Speis und Trank ein. Nachdem wir wieder da waren, legten wir uns in die Sonne, tranken Kozel und warteten das der Workshop: „Deine Stadt, dein Kaff, deine Nazis“ los ging. Übrigens einer von sehr vielen aufschlussreichen Angeboten zu diesem und anderen interessanten Themen. Veranstaltet wurde dieser von Lutz Richter, der neben einer kurzen Definition von Nazis und NPD auch auf Probleme in der Kommunalebene einging. Anschließend gab es Abendessen, was wie auch in den Vorjahren in omnivor, vegetarisch und vegan unterteilt wurde. Leider nahmen die Leute das mit dem „gut gewürzt“ etwas zu ernst, sodass das Essen schon etwas sehr würzig war. Nach erfolgloser Suche nach DJ Lutz, gingen wir zum Bungalow und schossen uns ab. Niemand weiß mehr was dann noch passierte, außer das noch eine ziemlich gute Ton-Steine-Scherben Coverband spielte.

Am vorletzten Morgen gab es Champagner-Frühstück, da eines unserer Mitglieder Geburtstag und zu viel Kohle hatte. Da wir nach dem Mittagessen zum See wollten (diesmal wirklich) saßen wir in der warmen Sonne und warteten bis zur Mittagszeit und nachdem das Essen verzehrt war, gingen wir zum See. Dort angekommen wurde gebadet, wonach sich einige von der Gruppe abspalteten und wieder zum Camp zurück marschierten, wie wir jedoch später erfuhren schafften 2 es nie bis zu dem anvisierten Workshop. Die anderen Beiden gingen zu: „Heitmeyer und die deutschen Zustände“, gehalten vom Bruder einer unserer Gruppenmitglieder. Der Rest blieb am See und sonnte sich, wobei wir einen von uns beim FKK-Baden beobachten konnten. Als wir uns wieder trafen, war es schon 19:00 Uhr, also Essenszeit. Nach dem Essen übertrieben einige von uns es mit dem Konsum und arteten bald darauf zu tobsüchtigen Hassmutanten aus, was nicht zuletzt daran lag, dass deren Fenster mit Rasierschaum besprüht wurde und ihnen immer wieder neuer Stoff gegeben wurde. Wie man bemerken muss, sehr sozial. Irgendwann legten wir uns einfach schlafen um nicht noch mehr Unsinn anzustellen.

Der letzte Tag: Wir waren alle dermaßen fertig das wir uns nur noch den Befehlen von einem unserer Mitglieder fügten. Nach einer Aufräumaktion stieg die Hälfte von uns ins Auto und fuhr wieder zurück nach Sachsen. Der Rest blieb noch da und wartete auf seine Mitfahrgelegenheit. Abschließend lässt sich nur sagen, dass es ein sehr schönes Pfingstcamp war, auch wenn man kaum einen Workshop besucht hat und nur noch die Hälfte weiß. Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Wirklich!

P.S.: Bilder folgen noch.

Pfingstcamp – Darf’s ein bisschen mehr sein? …. im Land der lachenden Rehe.

Dienstag, Juni 5th, 2012

Auch dieses Jahr fand wieder das legendäre Pfingstcamp der Linksjugend [‘solid] Sachsen statt. Diesmal zum zweiten Mal in Doksy (Tschechische Republik). Wie immer waren es drei sehr schöne Tage voll mit Workshops, Seminaren, Kultur und natürlich Party und ein bisschen politischer Urlaub am nahegelegenen Stausee. Glücklicherweise bekamen wir bei der Anmeldung alle den selben Bungalow bzw. Andere aus der Gruppe Betten in der Nähe.

Die Kultur reichte von der Schlager-Cover-Band „Sorry für the music“ über Elektro wie „acid.milch&honig“ bis hin zur nicht ganz ernst gemeinten Arbeiterliedercoverband.

Konflikte bzw. Meinungsverschiedenheiten traten, wenn dann nur wegen dem Essen auf. Auch wurde die Teils unterschiedlich empfundene Qualität der Workshops angesprochen. Die Plena waren wie immer auch sehr informativ, bis auf eine inhaltliche Bloßstellung, die sich die Vertreter der Piratenpartei selbst geleistet haben. Alles in allem war es aber wieder einmal ein sehr schönes und informatives Pfingstcamp bei dem sowohl die politische Bildung, als auch der Spaß nicht zu kurz gekommen sind.

Pfingstcamp 2011

Sonntag, Juni 19th, 2011

Das alljährliche Pfingstcamp der Linksjugend Sachsen fand dieses Jahr erstmals in Doksy statt. Die Stadt nördlich von Prag war 4 Tage lang Treffpunkt für Mitglieder und Sympathisanten des Jugendverbandes.

Grundsätzlich stand es jedem frei wie viele der Seminare sie/er belegte oder ob man es dann doch lieber beim Chillen belassen wollte. Die Vertreter der Linksjugend Erzgebirge entschieden sich für die erste Variante. Hierbei lernten wir einiges über das erstellen einer Zeitung, die Tätigkeiten eines Sanis oder FRONTEX, welche die europäischen Außengrenzen vor „unerwünschten“ Einwanderern schützt.

Sehr interessant gestaltete sich auch eine Diskussionsrunde bezüglich der Zukunft der Partei DIE LINKE und warum einige Jugendliche zwar im Jugendverband aktiv sind, nicht aber in der Partei. Wie sich jeder denken kann, gibt es hier keine einfache Antwort, da die Gründe vielschichtig sind. Es kristallisierten sich dennoch einige wichtige Aspekte heraus, so wurde die schnellere und unbürokratischere Umsetzung von Projekten genannt, zudem ist die Möglichkeit sich frei zu entfalten deutlich größer und so trivial es auch klingen mag es macht schlicht weg mehr Spaß etwas mit Gleichaltrigen auf die Beine zu stellen. Nicht unerheblich war auch der Zweifel, ob in unserem aktuellen politischen System überhaupt die Chance besteht, als Regierung eine soziale Politik zugunsten der Menschen und nicht der Wirtschaft zu gestalten.

Ein weiteres gutes Seminar wurde vom LAK Ökologie angeboten. Hier ging es um das Klimacamp, welches vom 7.-14. August in der Nähe von Cottbus stattfindet (http://www.lausitzcamp.info/ ). Ein kurzer Film zu einem Klimacamp gegen Kohleenergie in England bildete hierbei die Einführung, anschließend ging es fließend in eine Diskussion bezüglich der Ziele des Camps in der Lausitz über. Es ist erfreulich, dass sich die Linksjugend hier tatkräftig beteiligt, wenn auch die eigene ökologische Ausrichtung noch geschärft werden sollte, denn Ökologie und soziales Gedankengut gehören nun einmal zusammen.

Neben den zahlreichen Seminaren gab es natürlich auch noch ne Menge Party und gemütliche Gesprächsrunden am Abend.

Erwähnt werden soll an dieser Stelle auch das leckere vegane Essen. Danke an die Mädels und Jungs, die sich jeden Tag zum schnippeln und kochen bereiterklärt haben, dabei kamen dann sogar einige Fleischesser zum veganen Essen, weil dieses dermaßen lecker war!

Danke auch unserem Fahrer, welcher uns noch nachts 0 Uhr einsammelte um vom Erzgebirge aus ins tschechische Doksy zu fahren.

Wir sehen uns dann im nächsten Jahr!!!

Auf dem Bild sind zwei Seminare zu sehen. Aufgrund des schönen Wetters finden diese im freien statt.