Posts Tagged ‘Finanzkrise’

EM-2012 oder warum deutsche Fans eine U-bahn bauen wollen

Mittwoch, Juni 27th, 2012

Ein Kommentar von Kaktus Klaus:

Ja liebe Mitmenschen, es ist mal wieder König Fußball der regiert. Überall wehen uns unverblümt die Symbole der Republik entgegen, sei es in Form des Deutschen Bundesadlers oder einfach in den Farben „Schwarz-Rot-Gold“. Jeder Sieg unserer Nationalelf wird ausgiebig gefeiert und auch mit Fahnen, Tröten, Pfeifen, Hupen, Sylvesterböllern und allerlei anderen Gedönse begleitet um auf sich aufmerksam zu machen. Als ob der deutsche Bundesbürger keine anderen Sorgen hat. Als ob es keine Probleme auf diesem Planeten gibt. Der Bürgerkrieg in Syrien und dass abgeschossene türkische Kampfflugzeug interessiert eh niemanden und die Eurokrise ist auch sehr weit weg. Denn Fußball hat ja auch nichts mit Politik zu tun.

Frau Merkel jedenfalls schaute sich das Spiel Deutschland gegen Griechenland  in Danzig von der Tribüne aus an und die Bild“Zeitung“ sprach am 22.6. in ihrer Sportbeilage vom „Heimspiel“.(1 )Im Angesicht dessen dass die Wehrmacht den zweiten Weltkrieg in Europa mit dem Beschuss der Westerplatte in Danzig begonnen hatte, ist dies schon nicht mehr geschmacklos, sondern abscheulich. Aber Fußball hat ja nichts mit Politik zu tun.

So verwundert es auch nicht wenn deutsche NeoNazi´s aus Zwickau im Danziger Stadion ein Transparent ausrollten auf dem in altdeutschen Lettern stand „Gott mit uns“!(2)Wir erinnern uns dass dieser Spruch auf den Gürtelkoppeln der Wehrmacht stand.
Normal scheint es ja auch zu sein wenn deutsche „Fans“ in Polen und der Ukraine mit Trikots herum laufen,  auf denen eine große 88 prangt.Die 8 steht im Nazijargon für den Buchstaben H. 88 heißt also HH, Heil Hitler. Diese Zahlenkombination ist bei den Nazis schon seit Jahren sehr beliebt. Auch die bei den Rechtsradikalen sehr begehrte „Sportmarke“ Thor Steinar wurde sehr oft gesichtet(3), genauso wie deutsche NaziFans in Lemberg(Stadt in der West-ukraine,welche mindestens 540.000 Todesfälle durch die deutschen Besatzungkräfte zu beklagen hatte), die mit dem Hitlergruß zeigend, durch so manche Stätte des Fußballs und des Mordens der Wehrmacht schlendern. Keiner stört sich daran. Und solche Informationen gelangen auch kaum an den geneigten Fußballfan. Und so verwundert es ebenfalls auch nicht, wenn deutsche Nazis eine „U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz“ bauen möchten.(4)
Dass die Braunen jetzt auf den wiedermal erstarkten Deutschland-Hype aufspringen wollen, zeigte sich bei dem Demonstrationszug der Rechten anlässlich des Arbeiteraufstandes 1953, am 17.6 in Dresden. Dort wurden unverhohlen neben den Reichsfarben „Schwarz-Weiß-Rot“ auch Deutschlandfahnen geschwenkt.

Aber auch in heimisch-erzgebirgischen Gefilden hört der aufmerksame Mensch die ein oder andere bescheuerte Bemerkung. „Anstatt Fußball zu spielen sollen die erstmal unser Geld zurück zahlen…“, „…mit deutschem Geld gewinnt es sich halt gut…“ oder „…eigentlich bezahlen wir die ja,wie früher, da können die uns doch den Sieg schenken…“, „…in jedem Land dürfen die Stolz sein, nur wir nicht weil, wir ein paar Juden vergast haben…“.Die Liste solcher Äußerungen wäre beliebig erweiterbar. Ein sehr gutes Beispiel wie aus dem ach so harmlosen Patriotismus ganz schnell Nationalismus und Relativismus werden kann. Ein aufklärendes Gespräch ist kaum unmöglich weil „… Fußball hat ja nix mit Politik zu tun…“. Ich hoffen nur es gibt so schnell weder einen Titel für die deutsche Nationalelf, noch ein internationales Turnier in Deutschland.

Flyertext hinten:

1:http://www.publikative.org/2012/06/22/eine-u-bahn-von-lemberg-bis-nach-auschwitz/

2:http://a4.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/603102_331692236908432_953617370_n.jpg

3:siehe punkt 1

4:siehe punkt 1

zusätzlich empfehle ich diese Artikel:

http://www.publikative.org/2012/05/22/flucht-auf-die-fanmeile-die-sozialpsychologie-des-fusballpatriotismus/ http://www.publikative.org/2012/06/24/em-nazis-schland/

Auf nach Frankfurt a.M.

Freitag, Mai 4th, 2012

Wer mit uns gemeinsam nach Frankfurt anreisen möchte, kann uns unter „Kontakt“ eine E-Mail schicken oder direkt in den Geschäftsstellen der Linken nachfragen.

Aus dem Aufruf des Blockupy-Bündnisses:

„Blockupy Frankfurt!

Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche

Wir rufen auf zu europäischen Tagen des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union vom 16. – 19. Mai in Frankfurt am Main. Wir wollen den Widerstand gegen ein Krisenregime, das Millionen Menschen in vielen Ländern Europas in Not und Elend stürzt, an einen seiner Ausgangspunkte tragen: mitten ins Frankfurter Bankenviertel, an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler mächtiger deutscher Banken und Konzerne. Wir widersetzen uns dem Versuch, mit nationalistischen Parolen die Beschäftigten, die Erwerbslosen, die Prekären in Deutschland und Griechenland, in Italien und Frankreich oder in anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Wir setzen dagegen ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen und Bewegungen, die sich seit Monaten schon in Europa gegen die Angriffe auf ihr Leben und ihre Zukunft wehren. Wir werden gegen die Politik von EU und Troika demonstrieren, die EZB blockieren und die öffentlichen Plätze im Frankfurter Finanzzentrum okkupieren […]“

Ein Nachruf auf den Mai

Montag, Mai 17th, 2010

Der 1 Mai 2010 bleibt wohl den meisten Menschen als Katermorgen nach dem Hexenfeuer im Gedächtnis. Aber da gab es ja auch noch so eine kleine Tradition. nennt sich Arbeitertag und heist auf deutsch da stehen ne Menge Leute mit Ständen auf dem Marktplatz und es ist mal kein Markttag. Nun fragen sich die meisten ja sicherlich: „Was machen die denn da?“
Also wie jedes Jahr so veranstaltete auch 2010 der DGB in Aue eine Feier zum 1 Mai. Da sind dann Stände von den verschiedenen Gewerkschaften (Ver.Di, IG Metall, IG Bau), kleineren Vereinen (Eine Welt Laden Aue, uvm.) und natürlich auch Parteien. Wie immer sind da DIE LINKE und die SPD dabei. Kurioserweise aber auch die CDU die immer mit ihrer Christlichen Gewerkschaft auftritt. Diese christlichen Gewerkschaften fallen immer wieder dadurch auf das sie vollkommen ohne Nächstenliebe mal Niedriglöhne mit Arbeitgebern vereinbaren und das dies dann Tarif in Betrieben wird.

Dieses Jahr waren auch wir mal wieder dabei. Erst glaubte man ja wir wären Mormonen oder sowas. Aber keine Sorge ich möchte niemanden eine Religion näher bringen. Es kann doch jeder selber den Weg zum Pastafarianismus finden. Wir haben uns nur als durchschnittliche angehörige der Finazbranche ausgegeben um einen kleinen Flyer der „Gesellschaft für Banken“ an die Masse zu bringen. Das äußerst kuriose dabei war das dies einige Leute sogar geglaubt haben. Eine ältere Dame am Stand der christlichen Gewerkschaft fragte sogar ob wir schon ausgelernt hätten. Ich möchte mir jede Wertung an dieser Stelle verkneifen.

Natürlich trafen wir auch auf viele Leute die sich dann in ein kurzes oder auch längeres Gespräch mit uns stürzten. Die meisten nahmen die Sache eher positiv auf, aber da gab es natürlich auch noch einen gewissen Landagsabgeordneten. Wir trafen nämlich den bezaubernden Alexander Kraus mit dem wir ein längeres und intensives Gespräch hatten. Es war ein typisches Gespräch mit einem Politiker beide Seiten gehen ins Gespräch stellen fest was nicht so ganz rund läuft aber am Ende ist man nicht unbedingt schlauer. Aber jetzt die teilweise doch sehr eigenartigen Denkmuster hier darzulegen würden wahrscheinlich den Rahmen sprengen, bzw ich habe schon viel wieder verdrängt.

Nachfolgend zitiere ich noch einmal den ungefähren Wortlaut des „Infobriefs“

Infobrief der Gesellschaft für Banken (GFB)

Die GFB ist ein Zusammenschluss von Managern, welche den größten deutschen Banken vorstehen. Wir möchten uns recht herzlich bei ihnen liebe Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bedanken, denn nur mit Hilfe ihres Geldes konnte das bewährte Finanzsystem, so wie wir es kennen, aufrecht erhalten werden. Mit gerade einmal 480 Mrd Euro konnte dies erreicht werden. Sie tragen somit direkt zum erhalt von Arbeitsplätzen in den Führungsebenen unserer Banken bei. Außerdem wollen wir mit ihrem Geld nun noch verantwortungsbewusster umgehen, so haben wir zum Beispiel Einsparungen im niederen Personalsektor vorgesehen. Aber auch wir, die Manager selbst, nehmen uns hier nicht aus. So geht z.B. der Chef der deutschen Bank Josef Ackermann mit gutem Beispiel voran. Vor der Finanzkrise erhielt er noch 10 Millionen Euro im Jahr, doch nun verzichtet er großzügigerweise auf eine Millionen seines alten Gehaltes.

Es freut uns sehr, dass sie uns in Zeiten von Finanzproblemen in Griechenland, Portugal und Spanien auch weiterhin kritiklos unterstützen und nicht auf diese linken Schwätzer hineinfallen. Eine Regulierung des Finanzmarktes würde unser freies Wirtschaftssystem in seinen Grundfesten erschüttern. Eine Steuer auf die Gewinne der Finanzinstitute und auf die Entlohnung der Mitarbeiter ist strikt abzulehnen. Sie diente einzig der Mittelbeschaffung des Staates und würde keinerlei Beitrag zur Stabilität des Finanzsystems leisten. Es wäre ein Skandal wenn in Deutschland solch kommunistischen Mittel die Freiheit der Banken beschneiden würden. In diesem Sinne: Es lebe die freie Marktwirtschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Schramm

Vorsitzender der Gesellschaft für Banken

Aufsichtsratsvorsitzender der Hypo Real Estate – Group

Jugend ohne Perspektive auf dem Abstellgleis

Sonntag, September 6th, 2009

Auch und vor allem das Erzgebirge ist stark von Abwanderung betroffen. Jährlich werden Freundeskreise und Familien auseinander gerissen. Das einzige was den Politikern von CDU und SPD dazu einfällt, ist die Kreisgebietsreform um den demografischen Wandel entgegen zu wirken der faktisch durch die Abwanderung in der Region massiv verstärkt wird, statt endlich für Perspektiven vor Ort zu sorgen, die über Maßnahmen der ARGE, schulische Ausbildung gegen Bargeld oder unterbezahlte überbetriebliche Ausbildung hinausgehen, von einer Übernahmepflicht nach der Ausbildung für rentable Unternehmen und einer Ausbildungsplatzumlage ganz zu schweigen. Eine Studie der EU zeigt auf, dass sich dieser Effekt durch die aus Finanzspekulation verursachte Wirtschaftskrise noch massiv aktuell verstärkt, vor allem in strukturschwachen Regionen.

Die Zeitung Neues Deutschland veröffentlichte am 04.09.09 dazu folgenden Artikel:

„Krise trifft Jüngere besonders hart / Eurobarometer-Studie vorgelegt

Von Carsten Hübner, Neues Deutschland, 4.9.2009

Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen hat in den 27 EU-Mitgliedsstaaten dramatische Ausmaße angenommen: Fünf Millionen Jugendliche und damit nahezu jeder fünfte der 15- bis 24-Jährigen hat weder einen Ausbildungsplatz noch einen Job. Das geht aus einem aktuellen Bericht des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor.

Unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise zog die Jugendarbeitslosigkeit demnach allein zwischen dem ersten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009 um 3,7 Prozent an. Mittlerweile liegt sie saisonbereinigt bei 18,3 Prozent im EU-Durchschnitt. In den 16 Ländern der Eurozone blieb der Wert mit 18,4 Prozent auf vergleichbarer Höhe. Hier sind 3,1 Millionen Jugendliche ohne Beschäftigung.

Der Europäische Gewerkschaftsbund zeige sich »tief besorgt« über die Zahlen und forderte noch für dieses Jahr »einen New Deal für Schulabgänger und Hochschulabsolventen«. Bereits im Juni hatte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) einen »globalen Pakt für Beschäftigung« angemahnt, um »insbesondere arbeitslosen Jugendlichen berufliche und fachliche Ausbildung« anzubieten. Dies solle im Rahmen »nachhaltiger Unternehmen« und »qualitativ hochwertiger öffentlicher Dienste« geschehen. Zudem sprach sich die ILO für mehr Unterstützung »jugendlicher Risikogruppen« aus. Die EU hatte sich eigentlich zum Ziel gesetzt, die Arbeitslosigkeit bei der jüngeren Generation bis zum Jahr 2010 auf zehn Prozent zu senken.

Besonders stark betroffen vom Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sind die die baltischen Staaten. In Lettland nahm sie binnen eines Jahres von 11 auf 28,2 Prozent zu. In Estland erhöhte sich die Quote von 7,6 auf 24,1 Prozent und in Litauen von 9,5 auf 23,6 Prozent. In insgesamt 18 EU-Staaten lag sie Ende des 1. Quartals 2009 über 15 Prozent, in zwölf sogar über 20 Prozent. Die besten Zukunftsperspektiven haben junge Menschen hingegen in den Niederlanden, Dänemark, Österreich und Deutschland, wo die Zahlen bei rund 10 Prozent und darunter liegen.

Dennoch gilt für alle EU-Staaten mit Ausnahme Bulgariens, dass die unter 25-Jährigen als erste Opfer der Wirtschaftskrise gelten müssen. Denn die Jugendarbeitslosigkeit stieg mit 3,7 Prozent mehr als doppelt so stark wie die allgemeine Arbeitslosigkeit, die sich spürbar moderater um 1,5 Prozent erhöhte. »In dieser Schärfe und Gleichmäßigkeit haben wir das in Europa noch nicht gesehen«, so Ingo Kuhnert von Eurostat.

Laut einer Umfrage von Eurobarometer zu den Auswirkungen der Wirtschaftskrise fürchten denn auch 47 Prozent der EU-Bürger, dass ihre Kinder arbeitslos werden könnten. In Spanien (77 Prozent), Litauen (69) und Lettland (72) lagen die Werte sogar noch erheblich höher. Die Angst, dass der Partner oder man selbst den Job verliert, rangierte mit durchschnittlich 38 und 32 Prozent deutlich dahinter. »Die Europäer sind verständlicherweise beunruhigt, wenn es um Auswirkungen der Krise auf ihre Arbeitsplätze und Familie geht«, kommentierte der EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, Vladimir Spidla, die negative Stimmungslage. Dabei geht mehr als die Hälfte der Befragten davon aus, dass der Höhepunkt der Krise erst noch bevorstehen. Am größten ist die Job-Angst in Spanien (65 Prozent) und Litauen (63). Am optimistischsten sind die Schweden und die Dänen, wo nur jeweils 7 Prozent um ihren Arbeitsplatz bangen. In Deutschland ist es etwa jeder Fünfte.

Im Ergebnis dieser Entwicklung hat sich die Schere zwischen der Jugend- und der Gesamtarbeitslosigkeit im Vergleichszeitraum weiter geöffnet. So liegen die Gesamtquoten mit 8,2 Prozent (EU-Durchschnitt) und 8,8 Prozent (Eurozone) merklich niedriger aus. Am augenfälligsten ist das Missverhältnis in Italien (24,9 und 7,4 Prozent), Spanien (33,6 zu 16,5 Prozent) und Schweden (24,2 und und 7,7 Prozent). Die geringsten Unterschiede finden sich in Deutschland (10,5 zu 7,4 Prozent), den Niederlanden (6,0; 2,9) und Dänemark (8,9 und 4,7 Punkte).“

weltretten.mobi – Der Kurzfilm

Samstag, September 5th, 2009

 

Du denkst, du bist was Besonderes? Du denkst, du bist wertvoll? Falsch gedacht! Solange niemand deine Arbeitskraft kaufen will, bist du in dieser Gesellschaft gar nichts wert. Wenn du nur einen Mini-Job bekommst, beträgt dein persönlicher, momentaner Wert: 400 €. Das gilt zwar nur auf dem Arbeitsmarkt, aber von „ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein kannst du keine Miete zahlen. In unserer Gesellschaft dreht sich fast alles darum Geld zu verdienen und Geld zu vermehren. Was niemand kaufen will, hat auch keinen Wert. Banken, die viele „Wertpapiere vertrieben und gekauft haben, mit denen mensch jetzt kein Geld mehr verdienen kann, sind plötzlich selbst nichts mehr wert. „Werte von ein paar Billionen Euro sind so einfach verschwunden. Im Zuge der Finanzmarktkrise, die inzwischen auch die Wirtschaft fest im Griff hat, werden bald viele Menschen nicht mehr gebraucht, weil sich mit ihrer Arbeit nichts mehr verdienen lässt. Armut, Reichtum, Arbeitslosigkeit, Konkurrenz bis zum Umfallen das, was immer stattfindet, wird in der Krise noch mal schlimmer. Es ist der ganz normale Wahnsinn einer auf Geldvermehrung ausgerichteten Gesellschaft. Ein Irrsinn der jeden Tag stattfindet, der unser Leben von Marktgesetzen abhängig macht und dabei viele zerstört.

www.weltretten.mobi

Offener Themen- und Filmabend am Freitag, den 26. Juni

Montag, Juni 22nd, 2009

Immer wieder hört man in den Nachrichten, dass afrikanische Flüchtlinge in überfüllten Nussschalen den weg über das Meer nach Europa wagen. Was bringt diese Menschen dazu fast täglich ihr Leben zu riskieren. Warum kommen ganze Landstriche in der 3. Welt wirtschaftlich nicht auf die Beine? Weil der Gewinn aus Arbeit und Rohstoffen nicht in den Ländern bleibt, sondern den globalen Finanzweg in die westliche Welt nimmt. Dieser Film klingt wie eine schauerliche Warnung, dass eine Immobilienblase drohen könnte und die Welt vor einer großen Wirtschaftskrise steht. Jetzt da reihenweise Unternehmen pleite gehen, viele Menschen arbeitslos werden und junge Menschen in im Erzgebirge noch weniger Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben, sehen wir die Konsequenzen, die von den Banken ausgingen.

Wer wissen will, woher das Geld wirklich kommt, der sollte sich Freitag, den 26. Juni fett im Kalender anstreichen. Ab 20 Uhr zeigen wir den Kinofilm „Let’s make money“ in der Alten Brauerei (Geyersdorfer Str. 34). Danach gibt es ein kurzes Referat über Globalen Handel, in dem auch ihr eure Meinung sagen könnt sowie einen Stand des „Eine Welt Laden Aue e.V.“.

 

Großdemonstration: Wir zahlen nicht für eure Krise!

Samstag, März 28th, 2009

Hier möchte ich euch einige Impressionen von der heutigen Demo mitgeben. 

 

Gut ist, dass wir im Medienecho gemeinsam mit den Demos in Frankfurt und London ganz vorn zu finden waren. Schlecht ist die (wieder mal) einseitige Berichterstattung in der sich die bürgerlichen Medien auf kleine Rangeleien der Polizei mit dem so genannten „schwarzen Block“ stürzten.

Für uns war es eine sehr gelungene Großdemonstration, auch wenn angesichts der Reichweite der Krise bzw. der Krise Names Kapitalismus mehr Menschen auf der Straße gewesen sein könnten.

Allein in Berlin beteiligten sich über 30.000 Menschen an der Demonstration. Auch die Linksjugend [’solid] und die Falken waren mit einem eigenen Lauti auf der Demo. Es wurde viel getanzt und protestiert. Außerdem sprach neben vielen Redner_innen Gregor Gysi.

Linke Bewegung kann und sollte vor allem auf der Straße für ihren gesellschaftlichen Einfluss kämpfen!

 

Wir

 

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Demo „Wir zahlen NICHT für EURE Krise!“

Donnerstag, März 19th, 2009

Wir mobiliseren als Kreisverband zur Demonstration nach Berlin am 28. März, 12 Uhr, Rotes Rathaus (Alexanderplatz)!
Schließt euch unserem Verbandswagen an!

Zu Info: Der Bus des Stadtverbandes Chemnitz fährt um 6.45Uhr am Parkplatz Zschopauer Str./Ecke Bahnhofstr (dasTIETZ in C.) ab.

 Wir zahlen nicht für eure Krise! – Für eine solidarische Gesellschaft

Aktionstag zum Welt-Finanz-Gipfel (G20), im Rahmen der globalen Aktionswoche gegen Krise und Krieg: Bundesweite Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main

Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Sie hat verschiedene Gesichter: die Beschleunigung des Klimawandels, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Hungerrevolten, Finanzmarkt-Crash und Rezession. Ausgehend von den Industrieländern wird auch der globale Süden hart getroffen, weil noch weniger Mittel für Klimaschutz und Entwicklung bleiben, und weil die globale Konkurrenz um Märkte und Profit noch brutaler zu werden droht. Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven.

Zeit für Systemwechsel – Für eine solidarische Gesellschaft

Die Entfesselung des Kapitals und der erpresserische Druck der Finanzmärkte haben sich als zerstörerisch erwiesen. Ein anderes Weltwirtschaftssystem ist nötig. Eines, das Mensch und Natur dient; das auf den Prinzipien globaler Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit und demokratischer Kontrolle aufbaut. Dazu gehört, dass Bildung, Gesundheit, Alterssicherung, Kultur und Mobilität, Energie, Wasser und Infrastruktur nicht als Waren behandelt werden, sondern als gesellschaftliche Leistungen, die allen Menschen zur Verfügung stehen müssen.
[…]
Vollständiger Aufruf

Weg mit dem Casino!

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