Am Montag, den 12. Juli fand in Stollberg eine Demo gegen die Kürzungspläne, der Bundesregierung im Sozialbereich, statt. Veranstaltungsbeginn war 18 Uhr und sie dauerte dann ca. 1h. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den weiteren Einschnitten im Hartz 4-Bereich. Zu diesem und anderen Themen äußerten sich die Redner und anschließend Freiwillige aus dem Publikum, zu denen auch Klaus Tischendorf (MdL/Linke) gehörte.
Unter den knapp 100 anwesenden Demonstranten waren auch 3 Mitglieder der Linksjugend Erzgebirge. Gesamt gesehen war es schön zu sehen, dass sich jetzt auch in kleineren Städten Unmut schürt und die Bundesregierung keinen Blankoscheck mehr für ihr handeln erhält.
Der Veranstalter beendete die Versammlung mit dem Versprechen, im September die nächste Demo zu organisieren, sollte sich nichts Grundlegendes verändert haben.
Am Mittwoch, den 16. Juni, gab es in Dresden eine Großdemonstration gegen die massiven Kürzungen im Bildungshaushalt, sowie in Kultur, Sozial- und Jugendarbeit. Unter dem Namen „Sachen mehr Wert“ hatten Oppositionsparteien, Gewerkschaften aller Art, Kultureinrichtungen und viele mehr, zur Demo aufgerufen.
Im Folgenden nun ein kleiner Reisebericht eines Mitglieds der Linksjugend Erzgebirge (das bin ich^^), welches vor Ort war:
Zusammen mit 150 anderen Studenten der TU Bergakademie Freiberg machte ich mich 11:30 Uhr auf den Weg nach Dresden. Die Anreise erfolgte mittels Busen, welche von der Partei „Die Linke“ finanziert wurde.
Spruchbänder der Freiberger Fraktion
In Dresden angekommen, traf ich gleich ein paar alte Bekannte wieder, so z.B. den „Verlorenen Sohn“ Kevin oder den Martin von der Grünen Jugend Erzgebirge. Später lief mir dann auch noch unser zweiter „Verlorener Sohn“ Martin über den Weg.
14 Uhr begann die Demo. Zusammen mit einigen Kumpels spannte ich mir das „Geld für Bildung statt für Banken“ –Banner (Erlebte seine 4. Demo, da es einfach zeitlos ist) vor die Wampe und dann ging es ab durch die Stadt. Dabei überquerten wir die Elbe 2 Mal. Des Weiteren kamen wir in den Genuss von insgesamt 4 verschiedenen Lautsprecherwagen, deren Musik mit unter arg grenzwertig war. Nach schickem Fußmarsch in der prallen Sonne, erreichten wir gegen 16 Uhr den sächsischen Landtag, wo mir sofort ein großes Plakat ins Auge viel: „Hier regieren Sie“. Sehr zynisch, wie ich meine.
Nach kurzem warten trafen auch die anderen beiden Demonstrationszüge ein und die Kundgebung vor dem Landtag konnte beginnen. Während dieser Kundgebung kamen immer wieder Politiker aus dem Landtag, um sich das Spektakel anzusehen. So auch Thomas Colditz (Arbeitet im Kultus und hat sein Büro in Aue), welcher mit seinen Parteifreunden, hinter der Polizeikette, sogar noch Spaß zu haben schien.
Der Herr im helbraunen Anzug ist Thomas Colditz
Auf der Kundgebung selbst kamen nun Vertreter der Studenten, der Kinderbetreuung sowie der Polizeigewerkschaft zu Wort. Sie alle einte an diesem Tag eines, sie sind von den massiven Einsparungen des Landes massiv betroffen. Anschließend gab es eine kleine Diskussionsrunde mit Abgeordneten aus allen im Landtag vertretenen Parteien. Die Redner der CDU und FDP hatten zwar wenig Gescheites zu sagen, aber dennoch muss man ihnen Respekt zollen, da sie sich der wütenden Menge von 11.000 Demonstranten gestellt haben. Wenn ich eben erwähnte, dass alle Parteien vertreten waren, so muss ich das revidieren, denn die NPD wurde zum Gespräch nicht eingeladen. Ihren Auftritt hatten sie dennoch, so ließen sie ein Banner mit der Aufschrift „Sozialräuber stoppen“ aus dem Fenster hängen, welches kurze Zeit später allerdings von der Polizei entfernt wurde.
Zu erwähnen ist noch, dass die Tapete mit den Forderungen, vom Bildungsstreik in Aue, für jedermann ersichtlich vor der Bühne lag.
Die Tapete während der Podiumsdiskussion
So klang nun die Demo aus und 19 Uhr fuhren unsere Busse wieder nach Freiberg zurück. Dabei hörte der Busfahrer Radio und das Top-Thema im Nachrichtenblock, war natürlich die Demo in Dresden. Sie schien also ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Man darf auf alle Fälle gespannt sein, was die Zukunft bringt, denn endgültig beschlossen sind die Kürzungen noch nicht.
Wie wir seit dem letzten Wahlkampf wissen, ist Stanislaw Tillich „Der Sachse“.
Warum er dann allerdings als „Der Sachse“ seinen eigenen Wählern derartige Kürzungen zumutet, wie sie am 16.6.2010 beschlossen werden sollen, wird sein Geheimnis bleiben.
Wieder einmal sind es die kleinen Leute auf denen man versucht die finanziellen Probleme abzuwälzen. So sind in den Bereichen Soziales, Bildung, Jugendarbeit und Kultur Kürzungen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro geplant.
Allein im Bereich der Bildung sollen 10% eingespart werden. So wird es zu erheblichen Kürzungen für Übungen und Tutorien an den Unis kommen. Außerdem darf man sich wohl schon jetzt, über noch vollere Klassen und Hörsäle freuen.
Wie man, im sowieso schon unterfinanzierten Jugendbereich, noch weiter kürzen kann, ist eines der letzten ungelösten Rätsel unserer Menschheit. Offenbar hat es schwarz-gelb aber, dank monatelanger Forschungen, lösen können.
Dass man damit in kauf nimmt, dass bald fast alle Freizeitangebote auf dem Lande von rechten Kadern gestellt werden und immer mehr junge Menschen nur mehr die Abwanderung bleibt, scheint egal zu sein.
Aber uns sollte dies nicht egal sein! Deswegen müssen am 16.6.2010 so viele Menschen nach Dresden kommen, wie nur möglich. Wir müssen der Regierung zeigen, dass sie an diesem Tag, den massiven Kürzungen nicht zustimmen darf. Deswegen ziehen wir vor den Landtag!
Ab Aue mit dem Zug: 9:29 Uhr
Ab Annaberg mit der Buslinie 210: 10:30 Uhr
Ab Marienberg mit der Buslinie 207: 10:31 Uhr
Alle Linien fahren nach Chemnitz, wo um 11:45 Uhr ein kostenloser Sonderzug mit 1200 Plätzen abfährt.
Die Rückfahrt wird in Dresden, ebenfalls kostenlos, um 19:45 Uhr sein. Daraus ergibt sich eine Ankunftszeit in Chemnitz von 21:01 Uhr.
Rückfahrt Aue mit dem Zug: 21:10 Uhr; Ankunft: 22:27 Uhr
Rückfahrt Annaberg mit Buslinie 210: 21:17 Uhr; Ankunft: 22:10 Uhr
Rückfahrt Marienberg mit Buslinie 207 21:22 Uhr; Ankunft: 22:10 Uhr
(Richtung Olbernhau)
Die Annaberger und Marienberger mögen bitte bedenken, dass ihre Busse am Chemnitzer Omnibusbahnhof halten und auch wieder von dort abfahren. Von hier aus sind es 6 min Fußmarsch bis zum Hauptbahnhof, bei einem vernünftigen Lauftempo, stellt dies jedoch kein Problem dar.
„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Bildung klaut!“
Dieser Schlachtruf erklang zum Bundesweiten Bildungsstreik auf dem Auer Altmarkt. Gerichtet war er an die schwarz-gelbe Landesregierung, welche drastische Einsparungen im Bildungsbereich vorsieht. Etwa 100 erzgebirgische Schüler wollten sich dies nicht gefallen lassen und folgten dem Aufruf des „Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge“, die Klassenräume zu verlassen. Insgesamt waren es damit leider weniger Schüler als noch im Vorjahr. An den Missständen im Bildungssystem hat sich jedoch nichts geändert und so forderten wir u.a.: Mehr Mitbestimmung der Schüler, Abschaffung des föderalistischen Bildungssystems, längeres gemeinsames lernen und eine Verringerung des Leistungsdrucks, durch weniger überfüllte Lehrpläne.
Mit dem Spiel des Lebens wurde dann auf anschaulich Art und Weise gezeigt, wie ungerecht es im Bildungssystem zugeht. So brauchten die Schüler, welche im Spiel Kinder reicher Eltern symbolisierten, sich um nichts kümmern und schafften dennoch alles spielend, während Kinder aus Großfamilien deutlich geringere Chancen hatten einen Job zu bekommen.
Des Weiteren gab es ein Dosenwerfen, hierbei konnten die Schüler eine Pyramide aus Dosen einwerfen. Auf den Blechzylindern standen etliche Missstände, wie z.B. Studiengebühren und wirtschaftliche Einflüsse auf die Bildung.
Diese und viele weitere Punkte wurden dann auch, von den Schülern auf eine große Tapete gebracht, welche am 16.6.2010 während der Demo „Sachsen ist mehr Wert“ in Dresden an das Kultusministerium übergeben werden soll. Das ist leider nötig geworden, da der Auer Landtagsabgeordnete Thomas Colditz nicht zum Bildungsstreik in der Stadt seines Hauptsitzes kommen konnte.
Dennoch waren die veranstaltenden Jugendgruppen des Erzgebirges (Jusos, Grüne Jugend und Linksjugend) am Ende durchaus zufrieden.
Bundesweit waren im Übrigen am 9. Juni 85.000 Schüler und Studenten auf der Straße.
Man sieht sich nächstes Jahr!
Hier gibts ein Video von der Grünen Jugend zur Demo:
Das Bündniss hat jetzt ein eigene, wenn auch kleine Homepage: http://www.bildungsstreik-erzgebirge.de/
Da sich an der Bildungspolitik nichts verändert hat und die Lage durch, bereits geplante, massive Kürzungen sich sogar noch verschlechtern wird, ruft auch in diesem Jahr das “Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik Erzgebirge“ zum verlassen der Schulklassen auf. Aber nicht nur Schüler sollen kommen, nein auch alle anderen, wie Auszubildende, Lehrer und Studenten sind eingeladen, der Landes- und Bundesregierung zu zeigen, was sie von deren Bildungspolitik halten.
Veranstaltungsort ist wie im letzten Jahr der Auer Altmarkt. Dort wird es ab 12:15 Uhr ein Programm geben. Aber eigentlich sollt ihr euch selber aktiv mit einbringen, indem ihr eure Meinung mit Plakaten, Transparenten oder am Mikro kund tut.
Genaues Programm:
12:15
Eröffnung der Demo
Verlesung der Forderungen
12:30
Meinungen, Debatte
12:45
Spiel des Lebens
13:00
Abby Moe
13:15
reguläres Ende
13:45
alternatives Ende, falls noch mehr
Musik gespielt werden soll.
Außerdem stehen Farbe und eine große Tapete, die darauf warten eure Verbesserungsvorschläge aufzunehmen. Die Tapete wird dann an den Auer Landtagsabgeordneten Herrn Colditz übergeben. Dieser arbeitet im Kultusministerium und ist somit direkt an der Schulpolitik beteiligt.
In diesem Jahr jährte sich die Bombardierung Dresdens zum 65. Mal und auch die Nazis wollten wieder dabei sein, um ihren Großvätern für ihren „Vorbildlichen Einsatz“ im Krieg Nazideutschlands zu Danken und den “Bombenholocaust” (wie sie die Bombardierung Dresdens nennen) scharf zu kritisieren. Doch in diesem Jahr wurde daraus nichts!
Was war passiert? Bereits im Vorfeld kam es zum breiten Bündnis „Dresden Nazifrei“. In Folge dessen machte sich auch eine 9-köpfige Reisegruppe aus dem Erzgebirge auf den Weg nach Dresden. Start war bereits 7:07 Uhr in Aue, später kamen noch 4 Freiberger hinzu. Außerdem schlossen sich unserer Gruppe im Laufe des Tages immer mal wieder weitere Demonstranten an. So fanden wir auch einen Ortskundigen, der uns bei der schwierigen Orientierung in Dresden helfen konnte. Dies war auch nötig, da wir einen riesigen Umweg nehmen mussten, um überhaupt in die Neustadt zu gelangen. Die Bahnen waren nämlich für Gegendemonstranten nicht mehr befahrbar, und das, obwohl wir ein Ticket hatten (Was wohl die FDP zu diesem schlechten Service am Kunden sagt? ), außerdem wurden alle Brücken über die Elbe von der Polizei gesperrt. Doch wir waren nicht nach Dresden gekommen, um uns an einer Menschenkette zu beteiligen. Nein, wir wollten uns den Faschisten direkt in den Weg stellen und nahmen dafür auch einen größeren Umweg in kauf. Nachdem wir ca. 2 Stunden in Dresden unterwegs waren, kamen wir endlich an der ersten Blockade an. Es sollte nicht die letzte sein, die wir am heutigen Tag besuchten. Mit zahlreichen Fahnen und Transparenten „bewaffnet“, zogen wir durch Dresdens Neustadt und dabei waren wir nicht alleine.Überall liefen Gegendemonstranten herum – es war, als stünde man in einem großen Ameisenhaufen. Aufgrund dieser äußerst unübersichtlichen Lage und den massiven Blockaden traf die Polizeileitung dann die einzig richtige Entscheidung und blies denn Marsch der Nazis ab! So mussten es die Braunen bei einer stationären Kundgebung belassen. Was für ein Erfolg! Wir, die Antifaschisten, haben es geschafft, den „Trauermarsch“ zum ersten Mal zu verhindern!
Leider fiel die mediale Auswertung in vielen Fällen nicht besonders objektiv aus. So wurde die Verhinderung des Naziaufmarsches oftmals der Menschenkette zugeordnet. Es ist ja erfreulich, dass so viele Menschen ein Zeichen gegen Faschismus gesetzt haben, aber mit der effektiven Behinderung der Nazis hatten sie nichts zu tun. Denn diese ging von über 10.000 mutigen Bürgerinnen und Bürgern aus, die sich trotz der Kälte den ganzen Tag in die Neustadt stellten, um zu verhindern, dass braunes Gedankengut in Dresdens alternativem Viertel verbreitet werden konnte. Wir können alle sehr stolz auf das Geleistete sein – und wenn es sein muss, dann werden wir auch im nächsten Jahr wieder den Naziaufmarsch verhindern. Das haben wir jedenfalls auf der Rückfahrt beschlossen, die sich dem Anlass entsprechend sehr fröhlich gestaltete. Ein dickes Lob geht auch an die LINKE im Erzgebirge. Großartig, dass es geschafft wurde, einen ganzen Bus zu füllen! Weniger erfreulich ist hingegen, dass die Jungen Liberalen und die Junge Union es nicht geschafft haben, obwohl sie es zum Jugendwahlstammtisch in Annaberg versprochen hatten, mit nach Dresden zu fahren. Wieder einmal zeigte sich, dass ihnen Versammlungen bei denen sie im feinen Anzug erscheinen können wichtiger sind als ernst gemeintes soziales Engagement. Wir jedoch nehmen die positiven Erlebnisse dieses Tages mit!
Man sieht sich auf der nächsten Demo gegen das braune Gesocks.
***Kommt am 13. Februar 2010 mit nach Dresden …*** … um friedlich zu zeigen, dass die Nazis selber Schuld am Krieg waren!… und dass wir Intoleranz nicht tolerieren!
Setzen wir gemeinsamEuropas größter Nazi-Demo eine noch größere Anti-Nazi-Demo entgegen!
***Treffpunkt zur Abfahrt*** 7 Uhr am Bahnhof Aue.
Zudem organisiert die Partei DIE LINKE.Erzgebirge einen Bus zur Demo. Dieser startet 7.00 Uhr in Annaberg und fährt dann mit Zwischenstopp in Schwarzenberg und Aue nach Dresden. Genaue Zeiten und Orte folgen noch.
Aktuelle Infos, u.a. zur lokalen Mobilisierung und zur Repression, finden sich auf dresden-nazifrei.com
Selbstverpflegung und geringer Selbstkostenanteil. Denkt an warme Sachen und Unterlagen zum Sitzen, es wird sehr kalt! Und: friedliche Menschenblockaden sind keine Straftat!
Besonders eingeladen sind …Antifaschisten, Jugendliche, Punks, Grüne, Christen, Sozialisten, Schüler, Migranten, Kommunisten, Ex-NAZIS, Demokraten, Linke, Muslime, Studis, Sozialdemokraten, Liberale, Hippies, Gewerkschafter, Pazifisten, Konservative, Alternative, aber auch alle anderen können kommen (außer Intolerante).
Am Samstag, den 10.10.2009 fand in Eibenstock eine Demonstration unter dem Namen “Kinder der Revolution” statt. Vor Ort war auch ein Mitglied der Linksjugend Erzgebirge, nämlich ich!
10 Uhr begann die Demo. Bei dieser waren junge Menschen aufgerufen, auf die Straße zu gehen um dort ihre Meinung zu vertreten. Organisiert wurde die Demonstration von der Bergbühne Eibenstock (Theaterverein). Vom Marktplatz sollte es in einer kleinen Schleife bis zum Rathaus gehen. Da die Bergbühne zu diesem Zeitpunkt das alljährliche Herbstspektakel veranstalltete, waren auch einige junge Tschechen unter den ca. 80 Demonstranten. Hinzu kamen noch etliche Transparente und Flyer, zu Themen die die Jugendlichen bewegen. Ebenfalls zum Einsatz kam unser “Geld für Bildung statt für Banken” -Transparent vom Bildungsstreik. Dieses wurde von unserem Lieblings-Juso, einem Mitglied der Jungen Gemeinde und meiner Wenigkeit hoch gehalten. Dazu hatten wir noch die “Bundesweiter Bildungsstreik” -T-Shirts an. Gab ein richtig hübsches Bild ab!
Während der Demo ertönte die ganze Zeit Musik von dem Begleitwagen, welche sogar Live gesungen wurde! Als wir dann nach ca. 1h am Rathaus ankamen, wurden wir von einer Schalmeienkapelle sowie dem Bürgermeister Eibenstocks empfangen. Diesem wurde dann ein Baum, an dem einige Verbesserungsvorschläge der jungen Demonstranten hingen, übergeben.
Ich muss sagen, dass es eine sehr nette Demo war. Es hat viel Spaß gemacht und ein kleiner Film wurde im übrigen auch noch über die Aktion gedreht! Hoffentlich gibt es mal wieder eine solche Veranstaltung in Eibenstock oder in anderen Orten der Umgebung.
Immer wieder höre ich in den Nachrichten von brutalsten Demonstranten und Straßenschlachten. Dieses Bild versuchen die bürgerlichen deutschen Medien immer wieder zu verbreiten und untermalen dies auch immer wieder mit Bildern. Von den friedlichen Protesten und noch viel schlimmeren Repressionen und Aggressionen der Polizei, vor allem auf französischer Seite, ist kaum etwas zu sehen oder zu hören… aber diese Geschichte kennen wir ja schon von den vielen Gipfeln, wenn sich die Mächtigen der Welt treffen um über Tot oder Leben, Krieg oder Frieden und über Milliarden Schicksale zu entscheiden. Für alle die nach unverzerrten Nachrichten über die Proteste in Strasbourg, Baden-Baden und Kehl suchen kann ich nur indymedia empfehlen: Hier geht’s zum Liveticker der Demos.
Hier möchte ich euch einige Impressionen von der heutigen Demo mitgeben.
Gut ist, dass wir im Medienecho gemeinsam mit den Demos in Frankfurt und London ganz vorn zu finden waren. Schlecht ist die (wieder mal) einseitige Berichterstattung in der sich die bürgerlichen Medien auf kleine Rangeleien der Polizei mit dem so genannten “schwarzen Block” stürzten.
Für uns war es eine sehr gelungene Großdemonstration, auch wenn angesichts der Reichweite der Krise bzw. der Krise Names Kapitalismus mehr Menschen auf der Straße gewesen sein könnten.
Allein in Berlin beteiligten sich über 30.000 Menschen an der Demonstration. Auch die Linksjugend ['solid] und die Falken waren mit einem eigenen Lauti auf der Demo. Es wurde viel getanzt und protestiert. Außerdem sprach neben vielen Redner_innen Gregor Gysi.
Linke Bewegung kann und sollte vor allem auf der Straße für ihren gesellschaftlichen Einfluss kämpfen!