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Time to Act – Antifaschistischer Jugendkongress 2016

Freitag, März 25th, 2016

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„Es ist kalt in Deutschland: Nazis patrouillieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichenPegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen!

Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz!

Vom 1.-3. April erwartet euch ein breites Programm. So gibt es beispielsweise Workshops dazu wie ihr einen Schulstreik organisieren oder eure eigene Gruppe gründen könnt, und was es über Demonstrationen zu wissen gibt. Ihr könnt euch ausprobieren mit Flyergestaltung, Streetart, Selbstverteidigung und vielem mehr. Außerdem gibt es spannende Workshops zu inhaltlichen Themen wie Neonazi-Organisationen, Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Das komplette Programm findet ihr auf unserer Website.

Zusammen wollen wir uns mit der Gesellschaft, in der wir leben, beschäftigen.

Das ganze Wochenende lang werden wir uns austauschen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, mit euch kritisieren und uns für weitere Aktionen vernetzen. Der JuKo soll neue Perspektiven eröffnen für alle, die sich antifaschistisch, feministisch und antirassistisch organisieren wollen, dies vielleicht schon tun oder einfach nur mehr darüber erfahren wollen, wie man zusammen was verändern kann.

Der Kongress ist kostenlos, es gibt ausreichend Pennplätze und auch für Essen und Getränke wird gesorgt – meldet euch einfach auf der Internetseite an und verbringt ein abwechslungsreiches, politisches und entspanntes Wochenende mit uns in Chemnitz.

Veranstaltet von: Vaag Ost (Vernetzung antifaschistischer und antirassistischer Gruppen Ost)
In Kooperation mit: Projekt Verein e.V./Conne Island
Gefördert durch: Rosa-Luxemburg-Stiftung“

Weitere Infos und die Anmeldung findet ihr hier: https://timetoact.noblogs.org und hier: https://www.facebook.com/timetoactjugendkongress/

Einige Gedanken zum Thema „Unruhen in Chemnitzer Asylbewerberheim und Verlegung von 250 Menschen nach Schneeberg“

Donnerstag, September 26th, 2013

Diese Tage ist mal wieder etwas los in Chemnitz und dem Erzgebirge. Ein Thema welches die Bewohner polarisiert und scheinbar bewegt. Es geht um die Unruhen in einem Chemnitzer „Asylbewerberheim“ und die Verlegung von 250 Menschen in die ehemalige Jägerkaserne in Schneeberg. Laut Polizei wurden 21 Menschen bei den Unruhen in Chemnitz verletzt, zwei davon sogar schwer, von Schüssen ist die Rede. Feuer brach aus. Die Polizei wurde laut eigenen Aussagen beim Eintreffen mit Steinen und Flaschen beworfen. Doch wie konnte es soweit kommen? Freilich findet die „Freie Presse“ auch gleich eine Tätergruppe. Tschetschenen sollen in einem Streit eine Gruppe von Nordafrikaner überfallen haben und deren Unterkünfte mit Steinen und Flaschen beworfen haben. Doch passierte dies wirklich aus einem Streit heraus? Diese Frage werden wir wohl so schnell nicht beantworten können. Fakt ist jedoch dass die Zustände in deutschen „Asylbewerberheimen“ nicht gerade förderlich für ein friedliches „Miteinander“ ist. Manche
Menschen leben dort über Jahre hinweg, dürfen die „Lager“ nicht verlassen, versorgt mit zum Teil verschimmelten Lebensmittelpaketen und wenn dann mal Sozialleistungen gezahlt werden, liegen diese weit unter dem Existenzminimum. Soviel zum ersten Artikel in unserem Grundgesetz (Die Würde des Menschen ist unantastbar!). Über dass deutsche Asylrecht schweigen wir uns auch mal lieber aus, denn es ist zutiefst Menschenunwürdig. Dann wundert sich aber die „Volksseele“ wenn die Menschen, zusammengepfercht zu 730 Menschen in besagten Chemnitzer Lager, zum Teil in Containern, ihren Frust nicht mehr verbal äußern können. Ja, die liebe Volksseele kocht auch dann weiter über, wenn diese „Kriminellen, die unsere Kinder belästigen“ in ihrer gepflegten deutschen Nachbarschaft untergebracht werden. Einzelne User der Freien Presse argumentieren dann folgendermaßen: „Jaaa , es heißt ja auch seit jeher: Männer müssen Arbeiten oder in den Krieg ziehen ! Und da sie hier keine Arbeit haben und auch nicht bekommen werden , dann sollten sie in den Krieg ziehen ! Unsere Großväter mußten das auch ab 17 Jahren ; und ich verstehe nicht , wieso diese jungen Männer sich hier verkriechen ! Die sollten etwas für ihr Land tun und dann ihre Frauen und Kinder nachhause holn ! Aber ich denke mal , die sind nur feige bzw. nehmen sie unter diesem Vorwand diese einmalige Chance wahr„ Dies steht so ziemlich sinnbildlich für fast alle Kommentare auf der Seite der Freien Presse. So wurde auch auf einem regionalen Nachrichtenportal auf Facebook gefordert:“…nur weil bei denen Bürgerkrieg herrscht, haben die nochlange kein recht hier her zu kommen, die gehören alle in die Kammer…“. Welche Kammer da wohl gemeint ist? Doch ist diese progromartige Stimmung in Schneeberg nicht verwunderlich; man schaue sich bloß die aktuellen Wahlergebnisse der NPD an. Dies spricht für sich. Deshalb ist ebenfalls zu erwarten, dass die radikale Rechte im Erzgebirge dieses Thema für sich entdeckt und ihre Menschenverachtende Propaganda unters Volk bringt. Zu guter Letzt muss noch gesagt werden, dass dieses Thema zu kompliziert ist um es in einigen Zeilen abhandeln zu können oder irgendwelchen Stammtischrassisten zu überlassen. Jedoch kann von jedem Menschen, egal ob im Erzgebirge oder sonst wo, eine gewisse Solidarität mit Kriegsflüchtlingen zu erwarten sein . Alles andere widerspricht dem gesunden Menschenverstand.

KEIN MENSCH IST ILLEGAL/ NO BORDER,NO NATION, STOP DEPORTATION

Quellen:

http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Schwere-Unruhen-in-ueberfuelltem-
Chemnitzer-Asylbewerberheim-artikel8545403.php

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=728953103785613&set=pb.652117508135840.-
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Auf nach Chemnitz!

Freitag, März 2nd, 2012

5.3.2011 Chemnitz Nazifrei

Mittwoch, März 9th, 2011

Am Samstag, den 5.3.2010, haben zum ersten Mal Mitglieder unserer Gruppe an der Gegenveranstaltung des Trauermarsches der Nazis durch die Chemnitzer Innenstadt teilgenommen. Das braune Lager glänzte dabei mit Bannern wie: „In Gedenken an die Bombenholocaust-Opfer“ und „Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft“. Man muss sich hier doch ernsthaft Fragen, was an dem 2. Weltkrieg zu ehren ist, aber die Antwort kennen wohl lediglich die „Nationalen Sozialisten Dortmund“.
Es ist schon traurig, dass diese Menschen nach 66 Jahren immer noch ihre Propaganda offen in Chemnitz zeigen können. Den Weg dafür bereitete einmal mehr die Polizei, die jegliche Blockadeversuche sofort unterband. Bereits im Vorfeld drohte man per Flugblatt strafen an und am Tag selbst wurden die Demonstranten durch zahllose Personalienkontrollen und Leibesvisitationen, die bereits vor der Demo stattfanden, abgeschreckt. Ist es das was sich unser Staat wünscht? Eine unkritische Masse, die sich alles gefallen lässt und wegschaut, wenn Geschichtsverfälscher und Hitlertreu in aller Öffentlichkeit durch die verschiedensten Städte Deutschlands marschieren? Ich hoffe doch nicht, auch wenn ich das Gegenteil befürchte!!!
Allerdings dürfen wir nicht Vergessen uns an die eigene Nase zu fassen, denn hätte man es geschafft im Vorfeld mehr Menschen zu mobilisieren, wäre es auch für die Polizei nicht derart einfach gewesen die Lage mit ihren 1400 Einsatzkräften zu kontrollieren und jeglichen Protest von den Nazis fernzuhalten. So kamen lediglich 3000 Personen, um sich den 400 Faschisten in den Weg zu stellen.
Diejenigen die da waren verschafften ihren Unmut allerdings so gut sie konnten Luft und protestierten laut und bunt. Gedankt wurde es ihnen mit Polizeigewalt und Pfefferspray. Nun ja, da kann man nur auf nächstes Jahr hoffen, vielleicht gelingt ja dann ein ähnlicher Erfolg wie noch zwei Wochen zuvor in Dresden.

Info- und Verpflegungsstand der Linken vor dem Marx-Monument



Chemnitz Nazifrei 5.3.2011

Dienstag, Februar 22nd, 2011

Kaum ist der eine Trauermarsch der Braunen vorbei schon folgt der Nächste! Warum sollte man sich also nun schon wieder den Stress geben, hat man doch gerade erst in Dresden den Aufmarsch erfolgreich verhindert?! Ganz einfach, weil es wichtig ist, das faschistisches Gedankengut keinen Platz mehr hat in unserer Gesellschaft. Also ab auf die Demo am 5. März. Hier noch einige Infos von der Seite
http://chemnitz-nazifrei.de/

„Ein Zeichen gegen Rechts, ein Bekenntnis zur Demokratie: Das „Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – Kein Platz für Nazis“ ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, am 5. März gemeinsam friedlich gegen Nazis zu protestieren. Eine zentrale Aktion ist das Demokratie-Picknick, das ab 8 Uhr auf dem Theaterplatz stattfinden soll.
Das Bündnis hatte sich vor einem Jahr gegründet, um die zunehmende Vereinnahmung des 5. März durch Nazis zu verhindern. Der friedliche Protest führte 2010 Vereine, Verbände, Initiativen und Einzelpersonen aus Kultur, Politik, Gewerkschaft, Wirtschaft, Bildung, Sport und anderen Bereichen zusammen. Reichlich 1500 Menschen demonstrierten damals, dass die Bürgerschaft in ihren Reihen keinen Platz für Nazis hat.“