Bildungsstreik 2010, so war’s
„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Bildung klaut!“
Dieser Schlachtruf erklang zum Bundesweiten Bildungsstreik auf dem Auer Altmarkt. Gerichtet war er an die schwarz-gelbe Landesregierung, welche drastische Einsparungen im Bildungsbereich vorsieht. Etwa 100 erzgebirgische Schüler wollten sich dies nicht gefallen lassen und folgten dem Aufruf des „Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge“, die Klassenräume zu verlassen. Insgesamt waren es damit leider weniger Schüler als noch im Vorjahr. An den Missständen im Bildungssystem hat sich jedoch nichts geändert und so forderten wir u.a.: Mehr Mitbestimmung der Schüler, Abschaffung des föderalistischen Bildungssystems, längeres gemeinsames lernen und eine Verringerung des Leistungsdrucks, durch weniger überfüllte Lehrpläne.
Mit dem Spiel des Lebens wurde dann auf anschaulich Art und Weise gezeigt, wie ungerecht es im Bildungssystem zugeht. So brauchten die Schüler, welche im Spiel Kinder reicher Eltern symbolisierten, sich um nichts kümmern und schafften dennoch alles spielend, während Kinder aus Großfamilien deutlich geringere Chancen hatten einen Job zu bekommen.
Des Weiteren gab es ein Dosenwerfen, hierbei konnten die Schüler eine Pyramide aus Dosen einwerfen. Auf den Blechzylindern standen etliche Missstände, wie z.B. Studiengebühren und wirtschaftliche Einflüsse auf die Bildung.
Diese und viele weitere Punkte wurden dann auch, von den Schülern auf eine große Tapete gebracht, welche am 16.6.2010 während der Demo „Sachsen ist mehr Wert“ in Dresden an das Kultusministerium übergeben werden soll. Das ist leider nötig geworden, da der Auer Landtagsabgeordnete Thomas Colditz nicht zum Bildungsstreik in der Stadt seines Hauptsitzes kommen konnte.
Dennoch waren die veranstaltenden Jugendgruppen des Erzgebirges (Jusos, Grüne Jugend und Linksjugend) am Ende durchaus zufrieden.
Bundesweit waren im Übrigen am 9. Juni 85.000 Schüler und Studenten auf der Straße.
Man sieht sich nächstes Jahr!
Hier gibts ein Video von der Grünen Jugend zur Demo:

