Demo Stollberg

Juli 19th, 2010, 23:17  / Author: Turtok11

Am Montag, den 12. Juli fand in Stollberg eine Demo gegen die Kürzungspläne, der Bundesregierung im Sozialbereich, statt. Veranstaltungsbeginn war 18 Uhr und sie dauerte dann ca. 1h. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den weiteren Einschnitten im Hartz 4-Bereich. Zu diesem und anderen Themen äußerten sich die Redner und anschließend Freiwillige aus dem Publikum, zu denen auch Klaus Tischendorf (MdL/Linke) gehörte.
Unter den knapp 100 anwesenden Demonstranten waren auch 3 Mitglieder der Linksjugend Erzgebirge. Gesamt gesehen war es schön zu sehen, dass sich jetzt auch in kleineren Städten Unmut schürt und die Bundesregierung keinen Blankoscheck mehr für ihr handeln erhält.
Der Veranstalter beendete die Versammlung mit dem Versprechen, im September die nächste Demo zu organisieren, sollte sich nichts Grundlegendes verändert haben.

Bildungsstreik-Forderungen verschwunden

Juli 19th, 2010, 22:50  / Author: Turtok11

Die gelbe Box, in der die Schüler des Erzgebirgskreises, im letzten Jahr ihre Verbesserungsvorschläge für das Bildungssystem geworfen hatten, ist verschwunden. Dies musste Kultusminister Roland Wöller neulich einräumen, nachdem es zuvor eine Anfrage im Landtag durch Annekathrin Giegengack (MdL/Grüne) gegeben hatte.
Da wir nichts Genaues wissen, wollen wir dem Kultusministerium keine Absicht unterstellen, vielleicht dachte man aufgrund der gelben Farbe der Box, dass diese mal wieder von der FDP kommt und hat sie deshalb verschwinden lassen.
Fatalerweise handelte es sich aber nicht um Vorschläge der FDP die Besserverdienenden zu entlasten, sondern um die Box vom Bildungsstreik 2009.
Aber da wir keine Unmenschen sind und jeder eine 2. Chance verdient hat, soll auch das Kultusministerium diese erhalten. Dieses Mal wird eine Tapete, auf der die Schüler ihre Verbesserungsvorschläge geschrieben haben, am 11. August an Herrn Wöller übergeben. Aus diesem Grund macht sich an jenem Tag eine Reisedelegation, bestehend aus Mitgliedern des „Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge“ auf dem Weg nach Dresden. Falls auch du Interesse hast, bei der Übergabe der Tapete dabei zu sein und mit dem Kultusminister kurz ins Gespräch zu kommen, dann melde dich einfach unter:
linksjugend.erzgebirge@linksmail.de

Demo in Dresden

Juni 20th, 2010, 00:46  / Author: Turtok11

Am Mittwoch, den 16. Juni, gab es in Dresden eine Großdemonstration gegen die massiven Kürzungen im Bildungshaushalt, sowie in Kultur, Sozial- und Jugendarbeit. Unter dem Namen „Sachen mehr Wert“ hatten Oppositionsparteien, Gewerkschaften aller Art, Kultureinrichtungen und viele mehr, zur Demo aufgerufen.
Im Folgenden nun ein kleiner Reisebericht eines Mitglieds der Linksjugend Erzgebirge (das bin ich^^), welches vor Ort war:
Zusammen mit 150 anderen Studenten der TU Bergakademie Freiberg machte ich mich 11:30 Uhr auf den Weg nach Dresden. Die Anreise erfolgte mittels Busen, welche von der Partei „Die Linke“ finanziert wurde.


Spruchbänder der Freiberger Fraktion

In Dresden angekommen, traf ich gleich ein paar alte Bekannte wieder, so z.B. den „Verlorenen Sohn“ Kevin oder den Martin von der Grünen Jugend Erzgebirge. Später lief mir dann auch noch unser zweiter „Verlorener Sohn“ Martin über den Weg.
14 Uhr begann die Demo. Zusammen mit einigen Kumpels spannte ich mir das „Geld für Bildung statt für Banken“ –Banner (Erlebte seine 4. Demo, da es einfach zeitlos ist) vor die Wampe und dann ging es ab durch die Stadt. Dabei überquerten wir die Elbe 2 Mal. Des Weiteren kamen wir in den Genuss von insgesamt 4 verschiedenen Lautsprecherwagen, deren Musik mit unter arg grenzwertig war. Nach schickem Fußmarsch in der prallen Sonne, erreichten wir gegen 16 Uhr den sächsischen Landtag, wo mir sofort ein großes Plakat ins Auge viel: „Hier regieren Sie“. Sehr zynisch, wie ich meine.
Nach kurzem warten trafen auch die anderen beiden Demonstrationszüge ein und die Kundgebung vor dem Landtag konnte beginnen. Während dieser Kundgebung kamen immer wieder Politiker aus dem Landtag, um sich das Spektakel anzusehen. So auch Thomas Colditz (Arbeitet im Kultus und hat sein Büro in Aue), welcher mit seinen Parteifreunden, hinter der Polizeikette, sogar noch Spaß zu haben schien.


Der Herr im helbraunen Anzug ist Thomas Colditz

Auf der Kundgebung selbst kamen nun Vertreter der Studenten, der Kinderbetreuung sowie der Polizeigewerkschaft zu Wort. Sie alle einte an diesem Tag eines, sie sind von den massiven Einsparungen des Landes massiv betroffen. Anschließend gab es eine kleine Diskussionsrunde mit Abgeordneten aus allen im Landtag vertretenen Parteien. Die Redner der CDU und FDP hatten zwar wenig Gescheites zu sagen, aber dennoch muss man ihnen Respekt zollen, da sie sich der wütenden Menge von 11.000 Demonstranten gestellt haben. Wenn ich eben erwähnte, dass alle Parteien vertreten waren, so muss ich das revidieren, denn die NPD wurde zum Gespräch nicht eingeladen. Ihren Auftritt hatten sie dennoch, so ließen sie ein Banner mit der Aufschrift „Sozialräuber stoppen“ aus dem Fenster hängen, welches kurze Zeit später allerdings von der Polizei entfernt wurde.
Zu erwähnen ist noch, dass die Tapete mit den Forderungen, vom Bildungsstreik in Aue, für jedermann ersichtlich vor der Bühne lag.


Die Tapete während der Podiumsdiskussion

So klang nun die Demo aus und 19 Uhr fuhren unsere Busse wieder nach Freiberg zurück. Dabei hörte der Busfahrer Radio und das Top-Thema im Nachrichtenblock, war natürlich die Demo in Dresden. Sie schien also ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Man darf auf alle Fälle gespannt sein, was die Zukunft bringt, denn endgültig beschlossen sind die Kürzungen noch nicht.

Sachsen ist mehr Wert!

Juni 12th, 2010, 01:57  / Author: Turtok11

Wie wir seit dem letzten Wahlkampf wissen, ist Stanislaw Tillich „Der Sachse“.
Warum er dann allerdings als „Der Sachse“ seinen eigenen Wählern derartige Kürzungen zumutet, wie sie am 16.6.2010 beschlossen werden sollen, wird sein Geheimnis bleiben.
Wieder einmal sind es die kleinen Leute auf denen man versucht die finanziellen Probleme abzuwälzen. So sind in den Bereichen Soziales, Bildung, Jugendarbeit und Kultur Kürzungen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro geplant.
Allein im Bereich der Bildung sollen 10% eingespart werden. So wird es zu erheblichen Kürzungen für Übungen und Tutorien an den Unis kommen. Außerdem darf man sich wohl schon jetzt, über noch vollere Klassen und Hörsäle freuen.
Wie man, im sowieso schon unterfinanzierten Jugendbereich, noch weiter kürzen kann, ist eines der letzten ungelösten Rätsel unserer Menschheit. Offenbar hat es schwarz-gelb aber, dank monatelanger Forschungen, lösen können.
Dass man damit in kauf nimmt, dass bald fast alle Freizeitangebote auf dem Lande von rechten Kadern gestellt werden und immer mehr junge Menschen nur mehr die Abwanderung bleibt, scheint egal zu sein.
Aber uns sollte dies nicht egal sein! Deswegen müssen am 16.6.2010 so viele Menschen nach Dresden kommen, wie nur möglich. Wir müssen der Regierung zeigen, dass sie an diesem Tag, den massiven Kürzungen nicht zustimmen darf. Deswegen ziehen wir vor den Landtag!

Ab Aue mit dem Zug: 9:29 Uhr
Ab Annaberg mit der Buslinie 210: 10:30 Uhr
Ab Marienberg mit der Buslinie 207: 10:31 Uhr

Alle Linien fahren nach Chemnitz, wo um 11:45 Uhr ein kostenloser Sonderzug mit 1200 Plätzen abfährt.
Die Rückfahrt wird in Dresden, ebenfalls kostenlos, um 19:45 Uhr sein. Daraus ergibt sich eine Ankunftszeit in Chemnitz von 21:01 Uhr.

Rückfahrt Aue mit dem Zug: 21:10 Uhr; Ankunft: 22:27 Uhr
Rückfahrt Annaberg mit Buslinie 210: 21:17 Uhr; Ankunft: 22:10 Uhr
Rückfahrt Marienberg mit Buslinie 207 21:22 Uhr; Ankunft: 22:10 Uhr
(Richtung Olbernhau)

Die Annaberger und Marienberger mögen bitte bedenken, dass ihre Busse am Chemnitzer Omnibusbahnhof halten und auch wieder von dort abfahren. Von hier aus sind es 6 min Fußmarsch bis zum Hauptbahnhof, bei einem vernünftigen Lauftempo, stellt dies jedoch kein Problem dar.

Weitere Infos zur Demo erhaltet ihr unter: http://mehr-wert-sachsen.de/

Bildungsstreik 2010, so war’s

Juni 11th, 2010, 23:38  / Author: Turtok11

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Bildung klaut!“
Dieser Schlachtruf erklang zum Bundesweiten Bildungsstreik auf dem Auer Altmarkt. Gerichtet war er an die schwarz-gelbe Landesregierung, welche drastische Einsparungen im Bildungsbereich vorsieht. Etwa 100 erzgebirgische Schüler wollten sich dies nicht gefallen lassen und folgten dem Aufruf des „Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge“, die Klassenräume zu verlassen. Insgesamt waren es damit leider weniger Schüler als noch im Vorjahr. An den Missständen im Bildungssystem hat sich jedoch nichts geändert und so forderten wir u.a.: Mehr Mitbestimmung der Schüler, Abschaffung des föderalistischen Bildungssystems, längeres gemeinsames lernen und eine Verringerung des Leistungsdrucks, durch weniger überfüllte Lehrpläne.
Mit dem Spiel des Lebens wurde dann auf anschaulich Art und Weise gezeigt, wie ungerecht es im Bildungssystem zugeht. So brauchten die Schüler, welche im Spiel Kinder reicher Eltern symbolisierten, sich um nichts kümmern und schafften dennoch alles spielend, während Kinder aus Großfamilien deutlich geringere Chancen hatten einen Job zu bekommen.
Des Weiteren gab es ein Dosenwerfen, hierbei konnten die Schüler eine Pyramide aus Dosen einwerfen. Auf den Blechzylindern standen etliche Missstände, wie z.B. Studiengebühren und wirtschaftliche Einflüsse auf die Bildung.
Diese und viele weitere Punkte wurden dann auch, von den Schülern auf eine große Tapete gebracht, welche am 16.6.2010 während der Demo „Sachsen ist mehr Wert“ in Dresden an das Kultusministerium übergeben werden soll. Das ist leider nötig geworden, da der Auer Landtagsabgeordnete Thomas Colditz nicht zum Bildungsstreik in der Stadt seines Hauptsitzes kommen konnte.
Dennoch waren die veranstaltenden Jugendgruppen des Erzgebirges (Jusos, Grüne Jugend und Linksjugend) am Ende durchaus zufrieden.
Bundesweit waren im Übrigen am 9. Juni 85.000 Schüler und Studenten auf der Straße.
Man sieht sich nächstes Jahr!

Hier gibts ein Video von der Grünen Jugend zur Demo:

Endergebnis “Spiel des Lebens”

Tapete mit Forderungen

Bildungsstreik 2010

Mai 21st, 2010, 01:27  / Author: Turtok11

Das Bündniss hat jetzt ein eigene, wenn auch kleine Homepage: http://www.bildungsstreik-erzgebirge.de/

Da sich an der Bildungspolitik nichts verändert hat und die Lage durch, bereits geplante,  massive Kürzungen sich sogar noch verschlechtern wird, ruft auch in diesem Jahr das “Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik Erzgebirge“ zum verlassen der Schulklassen auf. Aber nicht nur Schüler sollen kommen, nein auch alle anderen, wie Auszubildende, Lehrer und Studenten sind eingeladen, der Landes- und Bundesregierung zu zeigen, was sie von deren Bildungspolitik halten.

Veranstaltungsort ist wie im letzten Jahr der Auer Altmarkt. Dort wird es ab 12:15 Uhr ein Programm geben. Aber eigentlich sollt ihr euch selber aktiv mit einbringen, indem ihr eure Meinung mit Plakaten, Transparenten oder am Mikro kund tut.

Genaues Programm:

12:15 Eröffnung der Demo
Verlesung der Forderungen
12:30 Meinungen, Debatte
12:45 Spiel des Lebens
13:00 Abby Moe
13:15 reguläres Ende
13:45 alternatives Ende, falls noch mehr
Musik gespielt werden soll.

Außerdem stehen Farbe und eine große Tapete, die darauf warten eure Verbesserungsvorschläge aufzunehmen. Die Tapete wird dann an den Auer Landtagsabgeordneten Herrn Colditz übergeben. Dieser arbeitet im Kultusministerium und ist somit direkt an der Schulpolitik beteiligt.


Also wir sehn uns am 9. Juni!

Plakatieren für den Bildungsstreik.Plakatieren für den Bildungsstreik.

Ein Nachruf auf den Mai

Mai 17th, 2010, 20:37  / Author: Joseph

Der 1 Mai 2010 bleibt wohl den meisten Menschen als Katermorgen nach dem Hexenfeuer im Gedächtnis. Aber da gab es ja auch noch so eine kleine Tradition. nennt sich Arbeitertag und heist auf deutsch da stehen ne Menge Leute mit Ständen auf dem Marktplatz und es ist mal kein Markttag. Nun fragen sich die meisten ja sicherlich: “Was machen die denn da?”
Also wie jedes Jahr so veranstaltete auch 2010 der DGB in Aue eine Feier zum 1 Mai. Da sind dann Stände von den verschiedenen Gewerkschaften (Ver.Di, IG Metall, IG Bau), kleineren Vereinen (Eine Welt Laden Aue, uvm.) und natürlich auch Parteien. Wie immer sind da DIE LINKE und die SPD dabei. Kurioserweise aber auch die CDU die immer mit ihrer Christlichen Gewerkschaft auftritt. Diese christlichen Gewerkschaften fallen immer wieder dadurch auf das sie vollkommen ohne Nächstenliebe mal Niedriglöhne mit Arbeitgebern vereinbaren und das dies dann Tarif in Betrieben wird.

Dieses Jahr waren auch wir mal wieder dabei. Erst glaubte man ja wir wären Mormonen oder sowas. Aber keine Sorge ich möchte niemanden eine Religion näher bringen. Es kann doch jeder selber den Weg zum Pastafarianismus finden. Wir haben uns nur als durchschnittliche angehörige der Finazbranche ausgegeben um einen kleinen Flyer der “Gesellschaft für Banken” an die Masse zu bringen. Das äußerst kuriose dabei war das dies einige Leute sogar geglaubt haben. Eine ältere Dame am Stand der christlichen Gewerkschaft fragte sogar ob wir schon ausgelernt hätten. Ich möchte mir jede Wertung an dieser Stelle verkneifen.

Natürlich trafen wir auch auf viele Leute die sich dann in ein kurzes oder auch längeres Gespräch mit uns stürzten. Die meisten nahmen die Sache eher positiv auf, aber da gab es natürlich auch noch einen gewissen Landagsabgeordneten. Wir trafen nämlich den bezaubernden Alexander Kraus mit dem wir ein längeres und intensives Gespräch hatten. Es war ein typisches Gespräch mit einem Politiker beide Seiten gehen ins Gespräch stellen fest was nicht so ganz rund läuft aber am Ende ist man nicht unbedingt schlauer. Aber jetzt die teilweise doch sehr eigenartigen Denkmuster hier darzulegen würden wahrscheinlich den Rahmen sprengen, bzw ich habe schon viel wieder verdrängt.

Nachfolgend zitiere ich noch einmal den ungefähren Wortlaut des “Infobriefs”

Infobrief der Gesellschaft für Banken (GFB)

Die GFB ist ein Zusammenschluss von Managern, welche den größten deutschen Banken vorstehen. Wir möchten uns recht herzlich bei ihnen liebe Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bedanken, denn nur mit Hilfe ihres Geldes konnte das bewährte Finanzsystem, so wie wir es kennen, aufrecht erhalten werden. Mit gerade einmal 480 Mrd Euro konnte dies erreicht werden. Sie tragen somit direkt zum erhalt von Arbeitsplätzen in den Führungsebenen unserer Banken bei. Außerdem wollen wir mit ihrem Geld nun noch verantwortungsbewusster umgehen, so haben wir zum Beispiel Einsparungen im niederen Personalsektor vorgesehen. Aber auch wir, die Manager selbst, nehmen uns hier nicht aus. So geht z.B. der Chef der deutschen Bank Josef Ackermann mit gutem Beispiel voran. Vor der Finanzkrise erhielt er noch 10 Millionen Euro im Jahr, doch nun verzichtet er großzügigerweise auf eine Millionen seines alten Gehaltes.

Es freut uns sehr, dass sie uns in Zeiten von Finanzproblemen in Griechenland, Portugal und Spanien auch weiterhin kritiklos unterstützen und nicht auf diese linken Schwätzer hineinfallen. Eine Regulierung des Finanzmarktes würde unser freies Wirtschaftssystem in seinen Grundfesten erschüttern. Eine Steuer auf die Gewinne der Finanzinstitute und auf die Entlohnung der Mitarbeiter ist strikt abzulehnen. Sie diente einzig der Mittelbeschaffung des Staates und würde keinerlei Beitrag zur Stabilität des Finanzsystems leisten. Es wäre ein Skandal wenn in Deutschland solch kommunistischen Mittel die Freiheit der Banken beschneiden würden. In diesem Sinne: Es lebe die freie Marktwirtschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Schramm

Vorsitzender der Gesellschaft für Banken

Aufsichtsratsvorsitzender der Hypo Real Estate – Group

Ein Programm für DIE LINKE.

März 21st, 2010, 13:11  / Author: schrappel

Am Samstag haben Lothar Bisky und Oskar Lafontaine den ersten Entwurf für das Grundsatzprogramm der LINKEN vorgestellt.

Hier geht es zum Entwurf.

Genosse Spaltpilz lebt!

März 16th, 2010, 07:20  / Author: Joseph

Offener Brief an die Unterzeichner des Briefes „Unerträglich“ – eine Positionierung zum Verhalten
der Mitglieder des BAK Shalom im Umgang mit der Causa Finkelstein

Liebe GenossInnen, liebe Freunde,
in einem Interview mit dem SPIEGEL vor einigen Wochen beschrieb Lothar Bisky eine gefährliche
Tradition innerhalb vieler linken Bewegungen: den Genossen Spaltpilz – also das Phänomen, dass sich
die Linke in ihrer Geschichte immer wieder selbst durch Streit und Abspaltungen schwächte. Mit
eurem Brief „Unerträglich“ setzt ihr allerdings genau diese traurige Tradition fort!
Es geht den Unterzeichnern dieser Reaktion deshalb darum, endlich die Spaltungstendenzen
innerhalb unserer Bewegung, sowohl Linksjugend [`solid] als auch DIE LINKE und der
außerparlamentarischen Linken, zu überwinden. Deshalb sind wir gezwungen hier zu reagieren, um
den Mitgliedern des gesamten Jugendverbandes zu signalisieren, dass ihr nur eine Einzelmeinung
innerhalb des Landesverbandes Sachsen (Nötig, da fast alle Erstunterzeichner aus dem LV Sachsen
stammen) darstellt.
Wir fragen euch: Was wollt ihr mit dem Brief „Unerträglich“ erreichen? Was nützt es, GenossInnen
des antisemitischen Verhaltens zu beschimpfen, nur weil sie berechtigte Kritik an der aktuellen
Politik der israelischen Regierung und Kritik an eurem Verhalten in der Causa Finkelstein üben?
Wir sind uns einig, dass ein Grundkonsens zwischen allen Mitgliedern der Partei DIE LINKE und auch
allen Mitgliedern der Linksjugend [`solid] besteht, dass die Singularität des Holocaust anerkannt wird
und verteidigt werden muss. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nazi-Regimes muss wachgehalten
und der moderne Neofaschismus in allen Ausprägungen bekämpft werden! Daher ist es weder
zielführend noch angebracht, GenossInnen mit dem Totschlagargument Antisemitismus zu
konfrontieren. Die Kritik an der heutigen israelischen Regierung ist nicht antisemitisch, sondern
durch die unbestreitbaren Verbrechen beim Überfall auf den Gaza-Streifen (Diese gehen u.a. aus
dem Goldstone-Bericht hervor, welcher beiden Kriegsparteien Verbrechen vorwirft – daher ist der
Begriff Überfall durchaus angemessen). Es ist demnach auch nicht antisemitisch, sondern gedeckt
durch die demokratische Meinungsfreiheit, diese Kritik durch einen Vortrag von Finkelstein zu
erörtern.
Das Problem in der Auseinandersetzung ist dabei unseres Erachtens nicht, dass innerhalb unserer
Bewegung unterschiedliche Meinungen existieren. Schließlich ist Pluralismus eines der höchsten
Güter, welche wir haben. Er lebt aber auch davon, wohlwollend mit Menschen anderer Auffassungen
umzugehen. Dies ist der Punkt, an dem wir euch kritisieren müssen: Wie bereits im Zusammenhang
mit dem Gazakrieg, sorgt ihr auch mit den neuerlichen ungeheuerlichen Vorwürfen von „Nazi-
Sprech“ und der „Instrumentalisierung jüdischer Menschen für die eigenen antizionistischen und
antisemitischen Ziele“ für eine unnötige Emotionalisierung dieser notwendigen Debatte. Denn mit
diesen Beleidigungen torpediert ihr euer eigenes Anliegen einer pluralistischen Auseinandersetzung.
Es ist wichtig, dass ihr endlich akzeptiert, dass euer extrem ausgeweiteter Begriff des (modernen
oder strukturellen) Antisemitismus weder mehrheitsfähig, noch inhaltlich tragbar ist. Durch seine
Anwendung stilisiert ihr JüdInnen selbst in Täter- und Opferrollen, die diese gar nicht einnehmen
oder einnehmen wollen und erweist einer Normalisierung auch der deutsch-israelischen
Beziehungen tatsächlich einen Bärendienst. Niemand, der sich im linken Spektrum engagiert, stellt
die historische Schuld in Frage, die Deutschland den Jüdinnen und Juden dieser Welt verpflichtet.
Dieser Schuld wird man aber nur durch ein offenes Miteinander gerecht, indem auch die Möglichkeit
bestehen muss, den Partner für sein Fehlverhalten zu kritisieren, ohne dann gleich die
Antisemitismus-Keule auszupacken. Lasst endlich einen wahren Pluralismus zu, indem ihr auch den
Kritikern der (aus unserer Sicht) militanten israelischen Politik im 21. Jahrhundert ihre Stimme lasst.
Es ist daher an der Zeit, dass alle Seiten – auch und vor allem der BAK Shalom – endlich zu einem
unaufgeregten, sachlichen Miteinander zurückfinden. Pluralismus bedeutet, andere Meinungen
zuzulassen, auch wenn sie einem nicht immer gefallen. Der Aufruf zur Verhinderung von
Veranstaltungen, der offene Protest gegen Meinungsäußerungen und die Diffamierung von
GenossInnen ist keine pluralistische Form der Auseinandersetzung. Viel wichtiger wäre ein Signal der
Bereitschaft zur offenen Diskussion innerhalb der Partei und des Jugendverbandes über Nahost-
Politik und Antisemitismus in einem angstfreien Klima ohne ideologisch geprägte Vorverurteilungen.
Daher bitten wir, als Mitglieder sowohl der Partei DIE LINKE, als auch der Linksjugend [´solid], hiermit
die Mitglieder des BAK Shalom darum, endlich selbst den geforderten Werten des Pluralismus
gerecht zu werden. Bislang habt ihr dem Genossen Spaltpilz nur weitere Nahrung geliefert!

ErstunterzeicherInnen:
Sascha Wagener (Mitglied Parteivorstand der Partei DIE LINKE und Vorsitzender Kreistagsfraktion
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)
Gabriele Engelhardt (Mitglied im Landesvorstand Sachsen der Partei DIE LINKE)
Anika Dathe (Mitglied Beauftragtenrat Linksjugend [`solid] Sachsen)
Silvio Lang (Mitglied Beauftragtenrat Linksjugend [`solid] Sachsen)
Alex Tilch (Mitglied Beauftragtenrat Linksjugend [`solid] Sachsen)
Martin Uhlig (Länderratsdelegierter der Linksjugend [`solid] Sachsen)
Johannes Hanf (Mitglied Stadtvorstand DIE LINKE Leipzig)
René Hahn (Mitglied Stadtratsfraktion DIE LINKE Zwickau und Mitglied Junge LINKE Zwickau)
Joseph Enderlein (JuPo Die LINKE.Erzgebirge)
Robert Bünting (Vorsitzender der BG „Rote Front“ Dresden-West der Linksjugend [`solid] Dresden)
Almut Woller (BuKo-Delegierte der Linksjugend [`solid] Sachsen und Mitglied Linke.SDS Leipzig)
Malte Fiedler (BuKo-Delegierter der Linksjugend [`solid] Sachsen und Mitglied Linke.SDS Dresden)
Maximilian Schneider (BuKo-Delegierter der Linksjugend [`solid] BaWü und JuKo Linksjugend
[`solid] Chemnitz)
Thomas Kachel (Sprecher LAG „Frieden und internat. Politik“ (FiP) Sachsen)
Hassan Zeinel (Gesellschaft für Völkerverständigung Leipzig und Mitglied LAG „FiP“ Sachsen)
Jonas Werner (Linksjugend [`solid] Dresden)
Robert Meyer (Linksjugend [`solid] Chemnitz)
Simon Zeise (Linke.SDS Leipzig)
Kevin Reißig (Linksjugend [`solid] Erzgebirge und Mitglied Linke.SDS Dresden)
Jana Werner (Linke.SDS Leipzig)
Sophie Dieckmann (Linke.SDS Leipzig)
Mohamed Boukayeo (Linke.SDS Leipzig)
Ulrike Roche (Linksjugend [`solid] Chemnitz)
Marc Eichhardt (Linke.SDS Leipzig)
André Wohlrab (Linksjugend [`solid] Vogtland)

Gruppen:
Linksjugend [`solid] Erzgebirge
Junge LINKE Zittau

Erfolg von Dresden in Duisburg wiederholen!

Februar 19th, 2010, 11:06  / Author: schrappel

Am 27./28. März 2010 werden wir zusammen mit tausenden von Menschen den Naziaufmarsch von Pro NRW und NPD in Duisburg verhindern.

Die rechtspopulistische Partei Pro-NRW und die faschistische NPD kündigen an, am 27. und 28.3.2010 Aufmärsche gegen die Duisburger Merkez-Moschee durchzuführen. Pro-NRW und NPD wollen wie in der Schweiz ein Minarettverbot durchsetzen. RassistInnen und NeofaschistInnen aus Deutschland und ganz Europa sind zu ihren Aufmärschen bereits eingeladen. Wir stellen uns allen RassistInnen und NeofaschistInnen entgegen, egal woher sie kommen!

In Vorbereitung auf diese Veranstaltung findet ein Aktionswochende vom 5 bis zum 7 März in Duisburg statt.

Mehr Infos gibt es hier.